English Text

 



 

Unsere zweite Kreuzfahrt hatte folgenden Reiseverlauf:

17.03.2007 Anreise per Bus Übernachtung am Comer See
18.03.2007 Ankunft in Savona / An Bord der MS Costa Victoria  
19.03.2007 Barcelona Stadtrundfahrt mit Shopping
20.03.2007 auf See  
21.03.2007 Casablanca Stadtrundfahrt & Moschee Hassan II.
22.03.2007 auf See  
23.03.2007 St. Cruz de Teneriffe Ausflug Puerto De La Cruz
24.03.2007 Funchal / Madeira Tagesausflug Sao Vicente
25.03.2007 auf See  
26.03.2007 Malaga Sightseeing auf eigene Faust
27.03.2007 auf See  
28.03.2007 Rückkehr nach Savona und Heimfahrt per Bus  

Am frühen Morgen des 17. März 2007 ging es endlich los zu unserer 2. Kreuzfahrt. Unser Ziel war Savona in Italien. Nach einer angenehmen Fahrt mit dem Reisebus erreichten wir zur Zwischenübernachtung den Comer See. Bei mildem Wetter konnten wir abends noch entlang des Sees bummeln - voller Vorfreude auf die Costa Victoria, ein Riesenschiff mit 964 Kabinen (ca. 2.394 Passagiere), verteilt auf 12 Gästedecks. Am nächsten Vormittag kamen wir in Savona an, dem Ausgangspunkt der Kreuzfahrt.

Savona - am HafenCLICK BIG

Kaum angekommen, ging es schon in das Hafengebäude, mit einem kleinen Flughafen zu vergleichen. Und dann sahen wir endlich die Costa Victoria, groß wie ein ganzer Häuserblock.

Die Costa Victoria - ein KolossCLICK BIG

Das Einchecken verlief relativ unproblematisch, und nach einigen Sicherheitskontrollen konnten wir nun die Costa Victoria betreten. Wir warfen einen kurzen Blick in die Kabine:

Aber die Innenkabinen waren schlimmer als Knastzellen!CLICK BIG

Wir hatten diesmal eine Innenkabine gebucht, und übereinstimmend sagen wir: nie wieder Innenkabine! Klein, eng, stickig, die Belüftungsanlage war nicht regulierbar. Schnell zum Mittagessen ins Buffetrestaurant. Hier kam dann die nächste Enttäuschung: es war laut, Kantinenatmosphäre ist noch untertrieben, und die Teller waren aus Plastik! Nach dem Essen gingen wir auf Entdeckungstour. Das Schiff war echt riesig, und man hatte einige Probleme, sich zurechtzufinden. Pünktlich zum Auslaufen um 17.15 Uhr fanden wir uns an Deck wieder, und voller Erstaunen merkten wir, dass gar keine Auslaufmelodie gespielt wurde (kleines Info: Es wurde auch keine Einlaufmelodie gespielt). Kurz nach dem Auslaufen war dann noch die Seenotrettungsübung angesetzt, ein Pflichtprogramm.

... wer ist denn da so neugierig und schaut ins Treppenhaus ?CLICK BIG

Beim Abendessen bekamen wir dann einen Tisch zugewiesen. Auf die Altersstruktur wurde hierbei nicht geachtet. Wir hatten wie bei unserer letzten Kreuzfahrt die Möglichkeit, uns unser Menü selber zusammenzustellen. Hierbei mussten wir jedoch feststellen, dass die Präsentation der Speisen äußerst lieblos erfolgte. Es fehlten auch die "aha"- Geschmackserlebnisse. Man merkte eben, dass es ein Riesenschiff ist und die Dekorationen und die Qualität der Speisen bewusst oder unbewusst auf der Strecke blieben.

 


Barcelona/Spanien

Gegen 13.00 Uhr haben wir den Hafen von Barcelona erreicht. Hier haben wir den Ausflug "Stadtbesichtigung von Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens" ausgewählt. Zuerst ging es auf den "Montjuic", wo sich die berühmten olympischen Bauten befinden. Von hier aus hatten wir einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt. Weiter ging es durch die für ihre eigenwillige Gestaltung bekannten Straßen in Richtung Innenstadt zur Kathedrale "Sagrade Familia". Die Sagrade Familia ist eines von Gaudis berühmtesten Werken in Barcelona, ein gigantischer Sakralbau, der seit 1882 (kein Tippfehler!) in Bau ist und in etwa 30 - 80 Jahren fertig gestellt werden soll.

Sagrada Familia  CLICK BIG

Im mittelalterlichen Teil der Stadt, dem "Barrio Gótico", haben wir die Kathedrale besichtigt, ein Meisterwerk katalanischer Gotik, die auf den Grundmauern einer romanischen Basilika errichtet wurde. Anschließend sind wir über die La Rambla oder Les Rambles gebummelt, eine 1.258,59 Meter lange Flaniermeile im Zentrum von Barcelona, die die Plaça de Catalunya mit dem Hafen verbindet.

Auf den "Ramblas"  Die RamlasCLICK BIG

Dort haben wir uns als erstes eine warme Jacke gekauft, denn die Temperaturen in Barcelona waren für diese Jahreszeit extrem niedrig. Um 19.00 Uhr hieß es dann wieder "Leinen los".


Es folgte der 1. Seetag. Einen Seetag kann man mit Relaxen verbringen oder mit ganz vielen Aktivitäten. Wir entschieden uns fürs Relaxen, denn Abends war ja der Cocktail-Empfang durch Kapitän Marco Derin mit anschließendem Willkommens-Gala-Dinner. Hier das Menu:

Cocktail di Gamberi
Garnelen-Cocktail in Sauce Aurora

Paté Maison tartufato
paté Maison mit Trüffel

Godola di ananas
Annanasgondel

Langustencremesuppe

Consommè de pollo e manzo con gnocchetti
Hühner- und Rinderkraftbrühe mit Gnocchetti und Schnittlauch

Crema fredda di melone
Kalte Melonencreme

Fagottini Bianchi e verdi
Kleine weiß-grüne Teigtaschen mit Trüffel-Sauce

Cannelloni gratitnati alla boscaiola
Gebackene Canneloni gefüllt mit Käse und Spinat

Filetto di salmone in salsa olandese
Lachsfilet mit Sauce Hollandaise serviert mit Polenta und Spargel

Filetto di manzo in salsa ai tre pepi
Rinderfilet an würziger Pfeffersauce serviert mit gebackenen Kartoffeln

Anatra all’arancia
Ente a l’Orange serviert mit Bigarde-Sauce und Berny-Kartoffeln

Scaloppine di vitello al marsala
Kalbsschnitzel mit Marsala

Cotolette di borlotti al forno Gebackene
Borlottibohnenschnitzel mit geschwenktem Spinat und Pinienkernen

Insalata Elegante
Gemischtes Gemüse mit Balsamico-Essig und Walnußöl

Um 21.00 Uhr passierten wir die Meerenge von Gibraltar, die an der engsten Stelle 8 Seemeilen "schmal" ist. Wir haben somit das Mittelmeer verlassen und sind in den Atlantischen Ozean eingefahren.


Casablanca/Marokko

Um 7.30 Uhr erreichten wir den Hafen von Casablanca, der aufstrebenden, dynamischen Stadt mit breiten Alleen und modernen Gebäuden, die man nicht unbedingt als schön bezeichnen kann. Der Reiz von Casablanca liegt wohl eher an alten Filmen à là "Casablanca" mit Humphrey Bogarts und seinem Satz "Schau mir in die Augen, Kleines". Wir begannen unsere Stadtführung mit dem Besuch des Central Market. Anschließend ging es über den Boulevard de la Resistance in Richtung Königspalast und Justizpalast durch das Viertel Habous. Später hatten wir die Möglichkeit, uns die Kirche Nôtre Dame de Lourdes anzusehen, und erreichten schließlich den Platz Mohamed V. Der Reiseleiter meinte es sehr gut mit uns, es folgte ein mehr als ausgedehnter Besuch (ca. 3 Stunden) der Moschee Hassan II, der nach Mekka zweitgrößten Moschee der islamischen Welt.

CLICK BIG

Anschließend hatten wir noch kurz die Möglichkeit, in einem Basar zu shoppen. Obwohl noch die Möglichkeit zum Landgang bestand, verbrachten wir den restlichen Tag auf Deck (da wir Casablanca als nicht reizvoll genug einstuften), um dann gegen 22.00 Uhr wieder auszulaufen.


Und wieder lag ein Seetag vor uns, an dem wir so richtig relaxen konnten. Mit einem guten Buch auf der Liege in einer windgeschützen Ecke und mit der dringend erforderlichen Wolldecke haben wir es uns dann gemütlich gemacht. Falls es uns doch mal langweilig geworden wäre, ein kurzer Blick ins Tagesprogramm hätte genügt:

7.00 Uhr Frühaufsteherfrühstück
7.30 Uhr Frühstücksbuffet
8.45 Uhr Morgenspaziergang
9.30 Uhr Gymnastikunterricht
10.00 Uhr Seminar über Shiatzu-Massage
bzw. Ringwurfturnier oder Quiz
10.15 Uhr Bastelecke
10.45 Uhr Tanzunterricht
11.00 Uhr Konferenz "Das Geheimnis der Berber"
oder Gemüseschnitzereivorführung
11.30 Uhr Gruppenspiel
12.00 Uhr Gruppentänze
12.00 Uhr Seminar zur Gewichtsreduktion :-)
12.00 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr Massageseminar
15.30 Uhr Kartenspieler treffen sich
oder Quiz des Tages
15.45 Uhr Ping Pong Turnier
oder Walzerunterricht
16.00 Uhr Seminar über vorbeugende Rehabilitationsgymnsatik
16.00 Uhr Bauch Beine Po
oder Bastelecke oder Teetime
16.15 Uhr Wir lernen das "Mausina" tanzen (keine Ahnung was Mausina ist)
16.30 Uhr Tanz im Salon
17.15 Uhr Gymnastik
18.30 Uhr Abendessen (1. Sitzung)
19.30 Uhr Theatervorführung
bzw. diverse Musikdarbietungen in den Bars
23.00 Uhr Wahl Mr. Costa Victoria
ab 0.30 Uhr Disco


St. Cruz/Teneriffa

Um 8.00 Uhr sind wir im Hafen von St. Cruz auf Teneriffa eingelaufen. Für uns bereits die zweite Hafen-Begegnung. Wir begannen unseren Ausflug über die Rambla General Franco entlang bis zum Tal von Orotava. Dieser Ort wurde im 15. Jahrhundert von einigen auf der Insel wohnenden, wohlhabenden Familien gegründet. Ein Spaziergang führte uns zum bekannten Casa de los Balcones. Es ist ein typisches Beispiel für ein Nobiles Canarisches Haus, mit langen Pinienholzbalkonen.

Bin nicht schwindelfreiCLICK BIG

Anschließend besuchten wir den Botanischen Garten von Puerto de La Cruz, wo wir viele exotische Pflanzen bewundern konnten.

CLICK BIG CLICK BIG

Dann ging es weiter ins Zentrum von Puerto De La Cruz, dem touristisch wichtigsten Ort des nördlichen Teils der Insel. Bei einem Bummel über die Strandpromenade des des einstigen Fischerdorfes konnten wir neben den vielen Geschäften auch die berühmten Naturschönheiten sowie die Schwimmbecken des Martianez-See, ein Meisterwerk des Architekten Cesar Manrique, ansehen.

CLICK BIG

Um 17.00 Uhr hieß es dann wieder von Teneriffa Abschied nehmen. Abends machten wir es uns in einer der vielen Bars mit einem kleinen Cocktail gemütlich.


Funchal/Madeira

Um 8.00 Uhr waren wir dann endlich in Funchal. Zu Funchal gehört natürlich eine Korbschlittenfahrt, und das war daher auch unser erster Programmpunkt. Es ging nach Terreiro da Luta, wo wir noch einen herrlichen Panoramablick über die Stadt Funchal genießen konnten. Bei leichtem Nieselregen wurden wir dann in einem "Cestinho", das ist so ein traditioneller Korbschlitten, der von zwei Männern geschoben wird, zur Stadt (hinunter-)geschoben. Das war schon ein aufregendes Erlebnis. Danach fuhren wir durch ausgedehnte Weinberge und Zuckerrohrplantagen zum Cabo Girã (port.: Kap der Umkehr) in der Nähe der Ortschaft Câmara de Lobos. Seine Höhe wird mit 560m bis 589m angegeben. Damit ist es die zweithöchste Steilklippe in Europa und in der Welt.

Bin immer noch nicht schwindelfreiCLICK BIG War das Geländer nicht rostig?CLICK BIG

Und weiter ging es nach Santana. Santana ist berühmt für seine traditionellen strohbedeckten Bauernhäuschen, die Wahrzeichen der Insel Madeira. Die Strohdächer müssen alle vier bis fünf Jahre ausgewechselt werden. Später ging es wieder nach Funchal zurück. Bei einem Bummel durch den Ort hatten wir auch Gelegenheit, in einem Kunsthandwerkergeschäft die Madeirastickereien zu bewundern. Weiterhin hatten wir Gelegenheit zu einer Weinprobe des köstlichen Tropfens, der Madeira in der ganzen Welt berühmt gemacht hat. Um 17.30 Uhr ging es dann wieder Richtung Malaga.  Abends genossen wir im Theater die "Unglaubliche Stimme von Keeniatta". Aber bevor wir in Malaga anlegen konnten, lag noch der vorletzte Seetag vor uns. Diesen haben wir ausgiebig genossen, obwohl das Wetter nicht gerade schön war. Die Temperaturen bewegten sich zwischen 13 und 17 Grad bei wechselnder Bewölkung.


Málaga/Spanien

Nach dem Einlaufen um 8.00 Uhr zogen wir diesmal auf eigene Faust los, um den Ort zu entdecken, denn Málaga ist auch für seine vielen Schuhgeschäfte bekannt. Aber vor dem Vergnügen stand erst mal ein kleines Pflichtprogramm. Málaga ist nach Sevilla die zweitgrößte Stadt in Andalusien, Hauptstadt der Provinz Málaga und die sechstgrößte Stadt Spaniens. Als erstes gingen wir zur Alcazaba de Málaga, der Festung von Málaga. Die Burg erhebt sich auf einem Höhenzug, der oberhalb der Stadt nach Osten ansteigt, und ist mit dem Castillo de Gibralfaro, einer zweiten Burg, verbunden. Von dort hat man u.a. einen herrlichen Einblick in die Stierkampfarena von Málaga.

CLICK BIG

Dann besuchten wir die La Catedral - eine Kathedrale, die von den christlichen Eroberern ab 1528 über einer Moschee erbaut wurde. Sie wird auch "Die Einarmige" / "La Manquita" genannt, da der zweite Turm aus Geldmangel nie vollendet wurde. Weiter ging es zum Geburtshaus des Malers Pablo Picasso sowie zum Picasso Museum. So kamen wir langsam zur Calle Marques de Larios, der größten Einkaufsstraße der Stadt. Hier findet man vor allen Dingen die exklusiven Mode-Boutiquen Málagas. Die engen Gassen und die vielen Seitenstraßen machen diese Straße auch sehr attraktiv für einen Schaufensterbummel, aber natürlich interessierten uns hauptsächlich die vielen Schuhgeschäfte. Zwei neue Paar Schuhe durften uns auf dem weiteren Weg begleiten.

Um 13.00 Uhr hieß es schon wieder Abschied nehmen, der Aufenthalt in Malaga war für uns viel zu kurz. Aber so konnten wir noch einen Bummel durch das Schiff machen. Abends gab es das Kaptitäns Gala Abendessen.Vornehm geht die Welt zugrunde Vor dem Dessert wurde dann die Melodie von "O sole mio" eingespielt, und das Servicepersonal forderte die Passagiere zu einem kleinen Tänzchen auf. Die Hummel wäre fast vor Scham in den Schiffsboden versunken, denn Tanzen war für sie damals noch ein Buch mit sieben Siegeln. Es folgte die Eisparade, aber nicht mit Wunderkerzen, sondern mit Leuchtstäben. Diesmal hieß es für uns bis Mitternacht durchhalten, denn wir wollten nicht das Buffet Magnifico versäumen. Und es hat sich wirklich gelohnt. Hier hat man dann gesehen, zu welchen Hochleistungen die Küche fähig sein kann, und oh Wunder, es war auch alles nett und ansprechend dekoriert.

CLICK BIG

Es folgte noch ein erholsamer Seetag, bevor dann abends wieder die Koffer gepackt werden mussten.

Um 8.30 Uhr erreichten wir dann wieder Savonna, wo ab 9.00 Uhr dann die Ausschiffung erfolgte.

Insgesamt haben wir auf dieser Kreuzfahrt 3.305 Seemeilen zurückgelegt. Eine Seemeile entspricht 1.852 m

 

Hier geht es zu weiteren Bildern dieser Kreuzfahrt.

CLICK BIG

 









Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 25.08.2013

Rankpro.de