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Majestätisch: Die Delphin vor Kingstown, St. VincentCLICK BIG

Wir hatten uns diese Kreuzfahrt aufgrund der einmaligen Reiseroute ausgesucht, und weil die MS Delphin noch ein Kreuzfahrtschiff im "alten Stil" ist. Details des Schiffes siehe hier. Der Reiseverlauf war wie folgt:

18.03.2006 Anreise / Flug von Düsseldorf nach Bridgetown, Barbados Anreise
19.03.2006 Bridgetown, Barbados (Leinen los um 23 Uhr) Inselrundfahrt
20.03.2006 Kingstown, St. Vincent (an um 08:00, ab um 19:00) Tagesausflug
21.03.2006 St. Georges, Grenada (an um 08:00, ab um 19:00) Halbtagesausflug
22.03.2006 Fort-de-France, Martinique (an um 08:00, ab um 19:00) Inselrundfahrt
23.-27.03.2006 Atlantik-Überquerung  
28.03.2006 Porto Novo, Santo Antão, Kapverden (an um 08:00, ab um 16:00) Ausflüge gestrichen
28.03.2006 Mindelo, Sao Vicente, Kapverden (an um 17:00, ab um 23:00) Ausflüge n. angeboten
29.03.2006 Palmeira Bay, Sal, Kapverden (an um 08:00, ab um 13:00) kleine Inselrundfahrt
31.03.2006 Santa Cruz, Teneriffa (an um 14:00, ab um 24:00) Halbtagesausflug
01.04.2006 Las Palmas, Gran Canaria Ankunft vormittags, anschl. Rückflug Rückreise nach Hause

Unsere erste gemeinsame Kreuzfahrt war ein Traum. Wir haben uns für dieses Schiff entschieden, weil es ein elegantes Kreuzfahrtschiff im ursprünglichen Sinn ist. Mit einem extra von Hansa Kreuzfahrten gecharterten Flieger ging es nach Barbados. Dort angekommen, brauchten wir uns nicht mehr um das Gepäck zu kümmern, sondern wurden sofort in Busse verladen und zum Schiff gefahren. Da bei unserer Ankunft in Barbados der Himmel riesige Freudentränen weinte, verzögerte sich das Einschiffen etwas. Aber dann waren wir endlich auf unserem Schiff, schnell unsere Außenkabine besichtigt,

Wunderbare Kabine. Großzügig für Schiffs-Verhältnisse! CLICK BIG

die zu unserer vollsten Zufriedenheit ausfiel, und dann ging es in den Speisesaal zum Abendessen. Dort bekamen wir einen Platz zugewiesen und saßen mit weiteren 4 netten Leuten an einem runden Tisch. Mittags und Abends konnten wir, wenn wir es wollten, unser Menü selber nach den Vorschlägen des Kochs zusammenstellen. Hier mal eine Speisekarte vom Abendessen:

Kalte Vorspeise
Mit Spargel gefüllte Roastbeefröllchen an Sauce Tatare
 
Suppen
Boullion mit Schwarzwurzeln und Oliven
Käserahmsuppe mit geröstetem Speck
 
Warme Vorspeise
Pasta alla Campagnola mit Auberginen, Paprika, Zucchini, Parmaschinken und Käse
 
Hauptgerichte
Gebratenes Goldbarschfilet an Estragon Senfsauce, Romaneskoröschen "Mimosa" und Pfefferkartoffelspalten
 
Saltimbocca Livornese – gegrillte Medaillons vom Schweinelendchen mit Rohschinken und Salbei an Barolo-Rotweinsauce und Mailänder Risotto
 
"Szechuan Hühnchen" in Ei gebratene Hühnerstreifen mit Nüssen, grünem Paprika und Ingwer, serviert an gedämpftem Reis
 
Salat
Salat vom Buffet mit einer Auswahl verschiedener Dressings
 
Käse
Käseauswahl vom Brett
 
Dessert
Blaubeereisbecher mit Waffeln
Mascarponecreme mit Sauerkirschen
Frische Früchte der Saison
Kaffee oder Tee

Dazu gab es noch immer eine Empfehlung des Küchenchefs sowie ein vegetarisches Menü bzw. auf Wunsch eine gemischte kalte Platte. Zu den jeweiligen Gerichten gab es noch die passende Weinempfehlung bzw. man entschied sich für den Tischwein, der ebenfalls gut war.
Die Speisen waren ausgesprochen lecker, abwechslungsreich und immer ganz toll angerichtet. Desweiteren hatte man mittags die Möglichkeit, am Pool zu essen. Morgens gab es ein Early-Bird-Frühstück am Pool; anschließend konnte man wählen, ob man die Frühstückskalorien vom "Kleinen Buffet" am Pool oder vom "Großen Buffet" im Speisesaal zu sich nahm. Egal, wohin man ging, es war einfach nur lecker, und der Service war perfekt.


Bridgetown/Barbados

Als ersten Ausflug machten wir am nächsten Tag eine Inselrundfahrt auf Barbados. Bei dieser Inselrundfahrt ging es durch Bridgetown zu einer Orchideenfarm. So eine schöne und reichhaltige Orchideenvielfalt haben wir noch nie gesehen. Anschließend besichtigten wir das Sunbury House, den Wohnsitz einer alten Zuckerrohrpflanzerfamilie.

2  Urlaubs-Mafiosi  ...  inkognitoCLICK BIG

Durch die wunderschöne Landschaft ging es dann zur Gun Hill Signal Station, ein altes Militärlager der Briten, von wo aus wir einen herrlichen Blick über die Insel hatten.
Zurück auf dem Boot, erklang dann um 23.00 Uhr endlich die Auslaufmelodie "Sailing" von Rod Stewart, und wir stachen in See. Es ist einfach nur schön, an der Reling zu stehen, ein leichtes Schaukeln zu vernehmen und dabei den Ausblick auf den Horizont zu genießen.


Kingstown/St. Vincent

Um 8.00 Uhr haben wir nach einer erholsamen Nacht in Kingstown angelegt. Bei jedem Anlegemanöver ertönte "Conquest of paradise" von Vangelis. St. Vincent ist eine Vulkaninsel mit üppiger Vegetation und schwarz-glänzenden Stränden. Nach einem ausgiebigen Frühstück zogen wir los, um die Schönheiten der Insel zu erkundigen. Wir besuchten die Wallilabu und die Darvue Wasserfälle.

Hoffentlich halten die Seile noch 2 Minuten ...CLICK BIG

Nach einer kleinen Erfrischung ging es weiter nach Richmond. Dort bestiegen wir ein Bötchen, und unsere eindrucksvolle Fahrt entlang der Küste begann. Unterwegs konnten wir an einer schwarzen Sandbucht baden und schnorcheln. Anschließend ging es vorbei an der Fledermaushöhle und weiteren schönen Ausblicken bis nach Kingstown zurück.
Um 18.00 Uhr legten wir dann Richtung Grenada ab. Abends hieß es: sich aufbrezeln, denn vor dem Kapitäns-Willkommens-Gala-Dinner waren wir noch zum Cocktailempfang mit persönlicher Begrüßung durch Herrn Kapitän Vladimir Vorobyov geladen.

in voller Verkleidung .. CLICK BIG


St. George’s/Grenada

Um 8.00 Uhr legten wir pünktlich in St. George’s an. Grenada wird auch 'Die Gewürzinsel' genannt. Auf unserer Gewürztour ging es zunächst zum Fort Frederick auf dem Richmond Hill mit seinem atemberaubenden Ausblick auf St. George’s. Nach einer schönen Fahrt über die Insel an kleinen Buchten und Fischerdörfern vorbei erreichten wir die Annandale Wasserfälle. Auch dort es gibt es die berühmten "Todesspringer", die sich den Wasserfall hinunterstürzen. Weiterfahrt zu dem 530m hoch gelegenen Grand Ètang See, der sich im Krater eines erloschenen Vulkans gebildet hat und im gleichnamigen Naturschutzgebiet liegt. Weiter ging es nach Gouyave, wo wir eine Muskatnussfabrik besichtigten. Der Hurrikan Ivan (2004) vernichtete einen Großteil der Muskatnussbäume. Wir konnten uns aber davon überzeugen, dass in der Muskatnuss verarbeitenden Anlage noch viele Muskatnüsse auf Vorrat liegen.

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 Grenada (im Inselzentrum)

 St. Georges (Grenada)

Nach einem ereignisreichen Vormittag ging es über eine Serpentinenstraße wieder nach St. George’s zurück. Am Nachmittag bummelten wir noch durch St. George’s. Auch hier waren die Schäden von Ivan nicht zu übersehen. Es wird noch Jahre dauern, bis alles wieder so aufgebaut ist, wie es einmal war. Um 19.00 Uhr war "Leinen Los". Das nächste Ziel hieß Martinique.


Fort-de-France/Martinique

Nach einem Early-Bird-Frühstück konnten wir um 8.00 Uhr das Anlegemanöver in Martinique beobachten. Es folgte noch ein ausgiebiges Frühstück, und dann ging es entlang der Westküste über Orte wie Schoelcher, Case Pilot und Le Carbet nach St. Pierre. In St. Pierre wurden 1902 innerhalb von 8 Minuten 30.000 Einwohner bei dem Ausbruch des Vulkans Mont Pelée getötet. Nur ein Mann überlebte das Unglück, er saß zu dieser Zeit im Gefängnis

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 Martinique, entlang der Küste  Martinique, Vulkan Mont Pelée

Nach einem Besuch des archäologischen Museums ging es weiter zur Plantage Leyritz, einer früheren Sklavenunterkunft. Nach einem Mittagessen in der Plantage ging es weiter bis Saine Marie, wo wir an einer Rum-Verkostung teilnahmen ;-)


Anschließend ging es wieder zum Schiff zurück. Um 19.00 Uhr stachen wir in See, und nun lagen die Tage der Atlantiküberquerung vor uns. Aber vorerst hieß es erst einmal bei der abendlichen Veranstaltung "Goodbye Caribbean" auf dem Pooldeck unter karibischen Sternen.
Viele denken jetzt sicherlich, so viele Seetage hintereinander, das ist ja todlangweilig. Aber weit gefehlt. Wir freuten uns, dass wir so richtig relaxen konnten. Einfach mit einem Buch im Liegestuhl am Pool liegen und den Horizont beobachten. Und zwischendurch immer wieder Essen. Und abends die Cocktails genießen und Leute beobachten...

Tagesausklang mit ...CLICK BIG ... einem CocktailCLICK BIG

Aber man hatte auch an den Seetagen viele Möglichkeiten der Beschäftigung. Hier das Programm eines beliebigen Seetages:

7.30 Uhr Morgengymnastik
anschließend "Walk-a-Mile" rund um das Schiff
8.15 Uhr Wassergymnastik
8.30 Uhr Besinnliches und Nachdenkliches
9.00 Uhr 1. Runde des Skat-Turniers bzw. Gehirnjogging
10.00 Uhr Vortrag des Lektors über ein Reiseziel auf dieser Kreuzfahrt
10.45 Uhr Gemüse- und Obstschnitzvorführung am Pool
11.00 Uhr Tanzkurs
11.15 Uhr Maritimer Frühschoppen
12.00 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr Shufflebord- bzw. Dart-Turnier
15.00 Uhr Volleyball
15.30 Uhr Tischtennisturnier / Probe des neu gegründeten Shanty-Chores
16.15 Uhr Tea Time
17.00 Uhr Bingo
17.30 Uhr Singletreff mit Happy Hour
18.00 Uhr Skatrunde
18.15 Uhr musikalische "Blaue Stunde"
19.00 Uhr Abendessen
ab 20.30 Uhr Tanz
21.00 Uhr Showtime und Happy Hour
ab 22.00 Uhr Tanzparty
23.00 Uhr Mitternachtsimbiss

 

Pool natürlich mit Salzwasser. Wasser wurde jeden Tag gewechselt.CLICK BIG

 


Kapverden

Der nächste Hafen lag auf den Kapverden, und zwar Porto Novo / Santo Antão. Dort lag das Schiff auf Reede. Ein Ausschiffen war aufgrund des hohen Wellenganges nicht möglich, so dass wir dann Mindelo, Sao Vicente, ansteuerten. Dort machten wir einen kleinen Stadtrundgang und kamen auch zum Markt. Hier konnte man die Armut der dort lebenden Bevölkerung spüren, das Warenangebot war sehr spartanisch. Anschließend gingen wir zu unserem Schiff zurück, wo uns dann eine Kapverdische Folkloregruppe unterhalten hat.

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 Kapverden: die Küste bebaut, der Rest schroff  Kapverden: im Ort Mindelo

Es folgte wieder ein Seetag, damit man Zeit genug hatte, sich für das große Abschiedsgaladiner mit vorherigem Cocktail-Empfang herzurichten:

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"Unser" Tisch beim Abschiedsdiner 


Santa Cruz/Teneriffa

Langsam neigte sich der Urlaub dem Ende zu. Weil wir auch in Sal nicht anlegen konnten, erreichten wir Teneriffa schon morgens. Den Morgen nutzen wir zu einer Sightseeing-Tour in Santa Cruz. Was wäre aber Sightseeing ohne Shopping...
Nachmittags machten wir uns nach einem Abstecher am Palmenstrand Las Teresitas auf ins Añaga-Gebirge. Dort ging es als erstes zu dem Aussichtspunkt Mirador Pico del Ingles. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Teide und die Universitätsstadt Laguna. Anschließend machten wir eine Wanderung durch den Mercedeswald. Dort stehen ganz viele Lorbeerbäume (und nicht etwa die unterschiedlichsten Daimler-Modelle). Zum Glück verlief die Wanderung fast durchgehend bergab.

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 Im Mercedeswald

Ein Bus brachte uns später wohlbehalten ans Schiff zurück. Dort hieß  es dann um 24.00 Uhr für uns das letzte Mal "Leinen los".


Las Palmas/Gran Canaria

Nach unserer Ankunft um 7.00 Uhr nutzten wir unseren letzten Tag noch für einen Stadtbummel durch Las Palmas

Appartments mit Strandblick in Las PalmasCLICK BIG Kurz vor dem Rückflug noch einen kleinen Abstecher in die Stadt.CLICK BIG Im Hafen von Las PalmasCLICK BIG
 Architektonische Highlights in Las Palmas  Abschiedsspaziergang in Las Palmas  Im Hafen von Las Palmas

Es ging über die Strandpromenade und durch diverse Gassen wieder zum Schiff zurück. Nach einem Mittagessen hieß es dann gegen 15.00 Uhr Abschied nehmen. Per Flieger ging es wieder nach Deutschland zurück.

Ankern vor Barbados.CLICK BIG

Insgesamt haben wir auf dieser Kreuzfahrt 3.423 Seemeilen bzw. 6.162 km zurückgelegt.

Bye-bye, Delphin! Wir kommen gerne einmal wieder!

Hier geht es zum Fotoalbum dieser Reise.

 








Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 25.08.2013

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