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Embudu (Jan. 2008)

Mit halbstündiger Verspätung starteten wir in einem der berühmten roten  in den Nachthimmel von Düsseldorf, um nach 8 Stunden 40 min oder 8052 km Luftlinie in Male bzw. der Flughafeninsel Hulule zu landen. Unser Flugkapitän warnte uns bereits vor der Landung, dass es unten "einige Regentropfen" geben könnte. Das war die netteste Untertreibung des Jahres, aber dazu später.

Die Bootsfahrt nach Embudu, die wir nach dem langen, beengten Flug sehr genossen, dauerte noch einmal 50 min. Die Ankunft auf Embudu unter grauem, wolkenverhangenem Himmel hatten wir uns ein bisschen "sonniger" vorgestellt. Die Zimmer- bzw. Bungalowverteilung klappte reibungslos. Dank einer Vorab-mail im Dezember bekamen wir unseren Wunschbungalow Nr. 74 (oder war es einfach Glück?).

Nach dem Mittagessen, das wie alle unserer Mahlzeiten hier im Restaurant zu unserer vollen Befriedigung vonstatten ging, verschliefen wir den halben, ersten Nachmittag. Aber es regnete sowieso. Abends gab es dann die erste Überraschung im Kühlschrank unseres Bungis

 

CLICK BIGEine Willkommenstorte! Biggi war das 5. Mal auf Embudu!
   
Das Bett war klasse - nicht zu weich, groß, die Matratzen nicht durchgelegenCLICK BIG Einfach, aber zweckmäßig! Zu sehen: Kühlschrank und Air conditionCLICK BIG

Unser Bungalow ließ für einen Robinson-Urlaub nichts zu wünschen übrig. Großzügig angelegt, mehr als ausreichend Platz, äußerste Sauberkeit (Dank an unseren freundlichen Room-boy!). Sogar ein Kühlschrank war vorhanden, daneben natürlich air condition, Ventilator und Fön. Mehr wäre weniger gewesen – wir genossen 2 Wochen absolute Ruhe ohne den Kontakt zu Medien und Nachrichten.

Genügend Ablagefläche um das Waschbecken und unter dem Spiegel. Links: im Bild: kein Telefon! Sondern Fön ;-)
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große Dusche! Passt man auch zu zweit drunter ;-)
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Sanitärinstallation. Leider keine Klobürste vorhanden...
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Die ersten paar Tage gab es immer wieder Regen, und die Sonne kam nur stundenweise heraus. Die einhellige Meinung der Einheimischen und der Reiseleitung lautete darauf, dass dieses Wetter für diese Jahreszeit völlig untypisch und auf den weltweiten Klimawandel zurückzuführen sei. Glücklicherweise lagen die Temperaturen wenigstens bei oder knapp unter 30°, so dass selbst ein halber Regentag immer noch wie ein ganzer Urlaubstag durchging.

Die Palme vor Bungi Nr. 74 in Woche 1 unseres UrlaubesCLICK BIG Dieselbe Palme in Woche 2 unseres UrlaubesCLICK BIG

Nach 7 Tagen hatten wir aber bereits den ersten reinen Sonnentag, und auch der ziemlich starke Wind auf "unserer" (der Süd-Ost-)Seite der Insel ließ etwas nach. Von nun an ging es auch bergauf – den Rest der Zeit hatten wir 30° - 35° im Schatten und das reinste Traumwetter. Alleine das Wasser hätte für Birgit bei den Schnorchelrunden von über 1 Stunde noch ein, zwei Grad wärmer sein können.

Im Urlaub: anfangs noch schlank, aber weiß ...CLICK BIG ... und am Ende des Urlaubs fett, aber braun ;-)CLICK BIG

Das Schnorcheln machte immer Spaß – ob Sonne oder Regen, und dank der Nähe zum Kanal sahen wir sogar in direkter Hausriffnähe allerlei Groß-"getier":

– 2x Delfine (wobei eine Begegnung auf die Anreise auf dem Boot nach Embudu zurückging) Das ist Lothar, einer von mehreren Dutzend Baby-Haien rund um Embudu
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– einige Male Meeres-Schildkröten (immer in Begleitung anderer Fische, die sich Nahrungsabfälle erhofften)

– einmal einen Manta (mit einer Spannweite von ca. 2 Metern noch nicht einmal ein besonders großer und trotzdem sehr eindrucksvoll, wie er da knapp unter uns hinweg seine Bahnen zog und noch einmal zurückkam, um sich zu vergewissern, dass wir auch tatsächlich nicht in sein Nahrungsschema passten)

– einige Male Muränen, teils im freien Wasser, teils in ihrer Höhle, die größte maß so um die 1,20 Meter

– und natürlich ungezählte Drücker, Kofferfische, Barsche, Weißspitzenriffhaie, Papageienfische, und und und...

Eine besondere Freude bereitete es uns, mitten in den riesigen Schwärmen von Wimpel-, Nashorn- oder sonstigen Fischen zu schwimmen, die alle eigentlich nicht scheu waren, sondern uns fast als einen der ihren betrachteten, solange man keine allzu hastigen Bewegungen machte.

Interessant war es auch, mal innerhalb der Lagune zu schnorcheln, in der "Kinderstube" sozusagen. Hier traf man fast alle Arten an, die sich auch vor dem Hausriff tummelten – die bunte Artenvielfalt in Miniaturausgabe!

Die Süd-Ostseite Embudus (siehe Skizze am Ende dieses Berichtes) sieht stark mitgenommen aus – im wahrsten Sinne des Wortes nimmt sich das Meer hier gerade ein Stück Insel mit. Dieser Strandabschnitt ist zwar bereits durch Sandsäcke gesichert, aber hier muss trotzdem schnellstens etwas geschehen, ansonsten schrumpft Embudu wieder etwas. Aktuell (Januar 2008) sind daher die Strandabschnitte vor den Bungalows Nr. 68 – 76 gesperrt und nicht zu betreten.

Die Befestigungsanlage an der Süd-Ostseite Embudus
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Die Befestigungsanlage muß dringend erhöht werden, denn sie wird ...
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... bereits von hinten unterspült.
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Allabendlich traf man sich auf der Strandterrasse der Bar, um gemeinsam den Sonnenuntergang zu erleben. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg – längst nicht jeder Abend bot solch eindrucksvolle Bilder wie diese:

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Ein Wort zum Restaurant und den Mahlzeiten: Die Speisen waren durchweg gut und abwechslungsreich. In 14 Tagen bot die Küche 10 verschiedene Themenabende, darunter:

Das Restaurant.
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Chinese

Asian

Western

Steak

Eastern/Western

BBQ

Italian

Mongolian

Carvery night
Die Coffee-Bar gegenüber dem Restaurant.
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Die Darbietung und die Qualität der Speisen war kein Top-Niveau, aber aufgrund der handwerklich gut gemachten Zubereitung und der hervorragenden Verträglichkeit aller Speisen durchaus die 3 Sterne (und evt. einen halben mehr) wert, für die wir hier bezahlt hatten.


 

Im Sultan Park. War viel ungepflegter als 2001!
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Obwohl wir keineswegs Gefahr liefen, einen Inselkoller zu bekommen, verließen wir doch im letzten Drittel unseres Urlaubes für einen halben Tag unser Domizil, um uns die "kleinste Hauptstadt der Welt" anzuschauen. Im Fischerhafen von Male.
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  Mopeds ohne Ende - Krach und Gestank vorprogrammiert!
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Die neue Moschee von Male (fertiggestellt 1984) bietet Platz für ca. 5000 Moslems
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Diesen Ausflug hätten wir uns jedoch sparen können - die Hektik war überwältigend. Male ist nicht nur die kleinste Hauptstadt, sondern auch wahrscheinlich diejenige mit der höchsten Dichte an Motor-Rollern. Auf dem Gemüsemarkt
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Als der Rückflug in Sicht kam, waren wir einer Meinung, dass der Erholungswert dieses Mal besonders groß war, weil wir dank des durchwachsenen Wetters in der ersten Woche keine Mühe hatten, uns klimatisch anzupassen. Darüber hinaus hatten wir aufgrund der hervorragend ausgestatteten Insel-Bibliothek immer genug Lesestoff. Die ca. 250 Touristen, die Embudu maximal beherbergen kann, verlaufen sich auf der Insel derart, dass man keine Mühe hat, ein nettes, ruhiges Plätzchen zu finden (auch ohne morgendliche Vor-Reservierung), wenn auch die völlig einsamen Strandabschnitte hier vergebens zu suchen sind.

 

Abschiedsabend im Restaurant. Mohammed, unser junger Kellner, hatte unseren Tisch dekoriert.CLICK BIG

 

Hier haben wir ein Album mit weiteren Fotos von Embudu angelegt, das für interessierte Malediven-Fans sicherlich von Interesse sein wird.

Wir sind mal gespannt, ob Embudu in 5 oder 10 Jahren, wenn wir vielleicht mal wieder hier auf- (und auch ab-) tauchen, immer noch zu den günstigen Malediven-Inseln gehört, oder ob sich irgendein kluger Kopf dazu entschlossen hat, hier ebenfalls ein Luxus-Resort aufzuziehen.

Ein Plan, der die aktuellen (Januar 2008) Verhältnisse wiederspiegelt:

 

 








 

 



Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 31.08.2014