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Mit halbstündiger Verspätung starteten wir in einem der berühmten roten in den Nachthimmel von Düsseldorf, um nach 8 Stunden 40 min oder 8052 km Luftlinie in Male bzw. der Flughafeninsel Hulule zu landen. Unser Flugkapitän warnte uns bereits vor der Landung, dass es unten "einige Regentropfen" geben könnte. Das war die netteste Untertreibung des Jahres, aber dazu später.
Die Bootsfahrt nach Embudu, die wir nach dem langen, beengten Flug sehr genossen, dauerte noch einmal 50 min. Die Ankunft auf Embudu unter grauem, wolkenverhangenem Himmel hatten wir uns ein bisschen "sonniger" vorgestellt. Die Zimmer- bzw. Bungalowverteilung klappte reibungslos. Dank einer Vorab-mail im Dezember bekamen wir unseren Wunschbungalow Nr. 74 (oder war es einfach Glück?).
Unser Bungalow ließ für einen Robinson-Urlaub nichts zu wünschen übrig. Großzügig angelegt, mehr als ausreichend Platz, äußerste Sauberkeit (Dank an unseren freundlichen Room-boy!). Sogar ein Kühlschrank war vorhanden, daneben natürlich air condition, Ventilator und Fön. Mehr wäre weniger gewesen – wir genossen 2 Wochen absolute Ruhe ohne den Kontakt zu Medien und Nachrichten.
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Die ersten paar Tage gab es immer wieder Regen, und die Sonne kam nur stundenweise heraus. Die einhellige Meinung der Einheimischen und der Reiseleitung lautete darauf, dass dieses Wetter für diese Jahreszeit völlig untypisch und auf den weltweiten Klimawandel zurückzuführen sei. Glücklicherweise lagen die Temperaturen wenigstens bei oder knapp unter 30°, so dass selbst ein halber Regentag immer noch wie ein ganzer Urlaubstag durchging.
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Nach 7 Tagen hatten wir aber bereits den ersten reinen Sonnentag, und auch der ziemlich starke Wind auf "unserer" (der Süd-Ost-)Seite der Insel ließ etwas nach. Von nun an ging es auch bergauf – den Rest der Zeit hatten wir 30° - 35° im Schatten und das reinste Traumwetter. Alleine das Wasser hätte für Birgit bei den Schnorchelrunden von über 1 Stunde noch ein, zwei Grad wärmer sein können.
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Das Schnorcheln machte immer Spaß – ob Sonne oder Regen, und dank der Nähe zum Kanal sahen wir sogar in direkter Hausriffnähe allerlei Groß-"getier":
Eine besondere Freude bereitete es uns, mitten in den riesigen Schwärmen von Wimpel-, Nashorn- oder sonstigen Fischen zu schwimmen, die alle eigentlich nicht scheu waren, sondern uns fast als einen der ihren betrachteten, solange man keine allzu hastigen Bewegungen machte.
Interessant war es auch, mal innerhalb der Lagune zu schnorcheln, in der "Kinderstube" sozusagen. Hier traf man fast alle Arten an, die sich auch vor dem Hausriff tummelten – die bunte Artenvielfalt in Miniaturausgabe!
Die Süd-Ostseite Embudus (siehe Skizze am Ende dieses Berichtes) sieht stark mitgenommen aus – im wahrsten Sinne des Wortes nimmt sich das Meer hier gerade ein Stück Insel mit. Dieser Strandabschnitt ist zwar bereits durch Sandsäcke gesichert, aber hier muss trotzdem schnellstens etwas geschehen, ansonsten schrumpft Embudu wieder etwas. Aktuell (Januar 2008) sind daher die Strandabschnitte vor den Bungalows Nr. 68 – 76 gesperrt und nicht zu betreten.
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Allabendlich traf man sich auf der Strandterrasse der Bar, um gemeinsam den Sonnenuntergang zu erleben. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg – längst nicht jeder Abend bot solch eindrucksvolle Bilder wie diese:
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Ein Wort zum Restaurant und den Mahlzeiten: Die Speisen waren durchweg gut und abwechslungsreich. In 14 Tagen bot die Küche 10 verschiedene Themenabende, darunter:
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Chinese Asian Western Steak Eastern/Western BBQ Italian Mongolian Carvery night |
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Die Darbietung und die Qualität der Speisen war kein Top-Niveau, aber aufgrund der handwerklich gut gemachten Zubereitung und der hervorragenden Verträglichkeit aller Speisen durchaus die 3 Sterne (und evt. einen halben mehr) wert, für die wir hier bezahlt hatten.
Als der Rückflug in Sicht kam, waren wir einer Meinung, dass der Erholungswert dieses Mal besonders groß war, weil wir dank des durchwachsenen Wetters in der ersten Woche keine Mühe hatten, uns klimatisch anzupassen. Darüber hinaus hatten wir aufgrund der hervorragend ausgestatteten Insel-Bibliothek immer genug Lesestoff. Die ca. 250 Touristen, die Embudu maximal beherbergen kann, verlaufen sich auf der Insel derart, dass man keine Mühe hat, ein nettes, ruhiges Plätzchen zu finden (auch ohne morgendliche Vor-Reservierung), wenn auch die völlig einsamen Strandabschnitte hier vergebens zu suchen sind.
Hier haben wir ein Album mit weiteren Fotos von Embudu angelegt, das für interessierte Malediven-Fans sicherlich von Interesse sein wird.
Wir sind mal gespannt, ob Embudu in 5 oder 10 Jahren, wenn wir vielleicht mal wieder hier auf- (und auch ab-) tauchen, immer noch zu den günstigen Malediven-Inseln gehört, oder ob sich irgendein kluger Kopf dazu entschlossen hat, hier ebenfalls ein Luxus-Resort aufzuziehen.
Ein Plan, der die aktuellen (Januar 2008) Verhältnisse wiederspiegelt:



