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Im Bayrischen Wald (2013)

 

Bodenmaiser Bimmelbahn    
31.08.2013 – "Das Schönste am Urlaub ist die Hinfahrt"
21° - bewölkt & trocken
Orientierungsfahrt mit der Bodenmaiser Bimmelbahn
    Blick vom Balkon
  Zimmer 127  
Nach einer weitgehend ereignislosen Autobahnfahrt (*glücklicherweise*) erreichten wir am frühen Nachmittag des 31.08.2013 unser temporäres Heim für eine Woche: das ADAM BRÄU ist nicht nur (Sport- u. Aktiv-) Hotel, sondern Restaurant, Brauerei, Bäckerei und Wellness-Oase in Personal- äh Gebäude-Union. Unser Urteil über dieses Hotel wird positiv ausfallen, doch dazu später.
Was macht man an einem Ort, den man nicht kennt? Wir wissen nicht, was man dann macht. Wir begaben uns auf eine Orientierungsfahrt mit einem adäquaten Vehikel, um uns Bodenmais auf diese Weise zu nähern. Die Pirschfahrt mit der Bodenmaiser Bimmelbahn eröffnete uns einen ersten Eindruck über die Größe des Ortes und auch über die Entfernungen der Freizeit-Tipps in der näheren Umgebung.
Den Ausklang des ersten Abends bildete ein nettes Menu im Hausrestaurant und noch zwei oder drei Gläser Rotwein auf dem Zimmer. Dort klopfte denn auch recht früh das Sandmännchen an die Tür...
  Hotelansicht (hinten)  
Hotel Vorderansicht         Hummel im Zug

 

  

 

  Katharina-Stollen  
01.09.2013 – "Zuviel des Guten kann wunderbar sein"
20° und sonnig
Wanderung Nr. 17 (ca. 17 km) / abends 6-Gang-Menu
  Gipfel-Wolf  
Kumpel Biggi    
Der Silberberg ist der Hausberg von Bodenmais. Immer in Sicht, immer überragend. Grund genug für uns, die erste Wanderung dieses Urlaubs zu diesem 955 m hohen Berg-chen zu unternehmen. Hoch? Na ja. Immerhin hat man vom Gipfel aus einen wunderbaren Blick auf den Ort Bodenmais. Und, ehrlich gesagt, die letzten 5 Meter zum Gipfelkreuz haben wir denn auch noch gescheut. Wir wollen ja nicht schwindeln - auch wenn wir nicht ganz schwindelfrei sind...
Schwindelig wurde man im Berg dann gar nicht mehr. Die Führung durch das alte Silberbergwerk war wirklich bemerkenswert. Ausgestattet mit Helm und blauen Über-Mantel, ging es in Gruppen von ca. 20 Kumpeln Touris durch die jahrhunderte alte Zeche. Steile Holzleitern und niedrige Stollen wollten bewältigt werden. Die Helmpflicht hatte tatsächlich ihren Sinn. Wir bekamen wirklich tiefen Einblick in das harte, unwirkliche Arbeitsleben der damaligen Kumpels. Mit 40 hatten sie die Rente durch. Aber keiner von ihnen wurde wirklich alt.
Abends wurden wir dann mit einem Sechs-Gang-Menu verwöhnt. Die Küche des Adam Bräu hat wirklich Qualitäten. Wir waren sehr zufrieden mit den einzelnen Gängen und fanden dieses Menu eindeutig besser als jahrelang unter Tage schuften zu müssen...
    Silberberg Gipfelkreuz
  Bodenmais vom Silberberg     Genug Wald vorhanden  

 

  

 

Hochsitz, normal    
02.09.2013 – Sonnenaufgang: 06:44 / Sonnenuntergang 20:18
Bis 16°, windig, aber trocken
Wanderung Nr. 19 & 20 (25 km)
    Hochsitz, tiefergelegt
  Kuh Alm  
An diesem Tag geschah sozusagen ein Wunder. Echt? Ja. Was für ein Wunder denn? Wir haben keine einzige Kuh gesehen, obwohl wir zur Kuh-Alm gewandert sind. Überhaupt gibt es hier in der ganzen Gegend fast keine einzige Kuh. Dazu steht hier wohl zuviel Wald herum. Wiesen sind rar. Kühe haben keinen Bock, durch Wälder zu laufen. Warum nicht? Frag nicht soviel, ich weiß auch nicht alles. Vielleicht fürchten sie sich im Wald, und die Milch wird schlecht. Was weiß ich.
Außerdem haben wir an diesem Tag noch etwas anderes Verrücktes gesehen. Ja? Was denn? Ja, die Leute im bayrischen Wald sind schräg: sie legen nicht nur ihre Traktoren tiefer (jedenfalls wenn der Ackerboden tief ist...). Sie legen auch Hochstände tief. Der Beweis? Bitteschön. Links sieht man einen normalen Hochstand. Und rechts? Ein tiefergelegter Hochstand. Sozusagen ein Tiefstand. Und der Sinn? Du kannst fragen. Keine Ahnung. Ich weiß ja noch nicht mal, warum man einen Golf tieferlegt.
Haben wir Urlaub? Ja. Muß man dann 25 Kilometer wandern? Ja. Warum? Damit man abends das herrliche Menu genießen kann, ohne sich selber breiterzulegen.
  Kronberg Gipfelkreuz  
Am Kronberg         Steile Wege

 

  

 

  Magische Wolfshummel am Sternknöckel  
03.09.2013 – Magische Wälder und magische Wespen
ca. 15° viele Wolken, ziemlich kühl, aber trocken
Wanderung durch die magische Nr. 28 der Wanderkarte (ca 16 km)
  Magische Hummel am Sternknöckel  
Magischer Wolf am Sternknöckel    
Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Beziehungsweise: vor das Menu haben die Wölfe das Wandern gesetzt. Aber: vor das Wandern hatte die Masseurin ihren Termin gesetzt. Also gab es an diesem wiederum trockenen Tage erst eine äußerst entspannende Massage für den Wolf. Danach tauchten wir ein in die magische Welt des Wandergebietes um den Sternknöckel. Hier sind die Wälder dunkler und feuchter als anderswo. Der Waldboden ist bedeckt von Moosen und verbreitet eine fast magische Atmosphäre. In der Luft summt es nur so - hier wohnen magische Wespen, die einem magische Stiche verpassen, wenn man zu nah an ihre Souterrain-Wohnungen herankommt. In den magischen Bächen leben unsichtbare und unhörbare Wasser- und Quellgeister. Oder spukte mir noch der Weingeist vom gestrigen Abend im Kopf?
Am späten Nachmittag, noch vor dem Essen, hatte die Masseurin uns noch einen magischen Termin verpasst. Diesmal kam die Hummel unter die magischen Hände. Ah! und Oh! und wie das guttat! Die Magie des Tages fand Ausklang im magischen Menu, welches auf magische Weise an unseren Hüften endete...
    Magische Bäche am Sternknöckel
  Magische Wälder am Sternknöckel     Magische Wespen am Sternknöckel  

 

  

 

Pause am Kneipp-Becken    
04.09.2013 – "Von Haxen und Massagen"
bis 24° und sonnig
Nordic Walking & Wanderung Nr. 1 (insg. 14 km)
    Hippie-Haus
  Prost Hummel  
Warum macht man in Bayern Urlaub? Wegen der feschen Buam und Madln? Auch. Wegen der Wälder, Berge und Landschaft? Auch. Wegen der frischen Milch? Ach nö, glaubichnich. Wegen der deftigen Speisen? JA! JA! Deshalb hatten wir uns heute für den Hüttenabend eingetragen. Mit allem Pi und Pa. Und Po kam auch nicht zu kurz.
Aber erst mal eine Runde Nordic Walking. Das Adam Bräu bietet vielerlei Aktivitäten an - darunter auch Nordic Walking Touren. Wir nicht faul und mitgemacht. Neun km waren schnell verwalkt, und damit der Vormittag gegessen. Mittags gab es zum Abchillen einen leichten 14 km Rundweg um Bodenmais, der uns immer wieder nette Ausblicke auf diesen netten Ort bot. Aber auch die Möglichkeit, dampfende Füße in kühle Kneipp-Becken zu tauchen. Nachmittags eine weitere Massage - dieser Urlaub soll auch Wellness sein, nicht nur Arbeit.
Abends auf der Hüttn kamen wir schließlich in den Genuß der herzhaften Haxen und herben Halben. Die Musi spielte auf, der Alleinunterhalter unterhielt, und Schwiegermutter- und sonstige Witze schwirrten durch den Raum. Ebenso deftig wie die Speisen. Und auch nicht zur Wiedergabe geeignet. Belassen wir es dabei.
  Prost Wolf  
Bodenmais Ansicht         Panorama Bodenmais

 

  

 

  Blauzungen-Hummel  
05.09.2013 – "Blaubeeren sind rot, wenn sie grün sind"
ca. 28° und viel, viel Sonne
Wanderung Nr. 36 (Mittagsplatzl über Rißlochfälle, ca. 25 km)
  Blauzungen-Wolf  
Rißloch Wasserfälle    
An diesem heißen und sonnigen Tag unternahmen wir die schönste Tour des ganzen Urlaubs. Die Route von Bodenmais über die Rißlochfälle zum 1340 m hoch gelegenen Mittagsplatzl bot fast alles, was man so im Gebirge erleben kann. Steil ansteigende, steinige Strecken wechselten sich ab mit gemütlich anmutenden Wanderwegen. Atemberaubende Aussichten von Steilwänden folgten auf Wegbereiche, die von Blaubeerfeldern gesäumt waren. Alles in allem erlebten wir hier 25 km geballte Naturvielfalt vom Feinsten. Alleine für den Blick auf den Großen Arbersee - siehe links - ist diese Wanderung unbedingt empfehlenswert!
Das abendliche Menu bot uns an diesem Tag mal echtes Kontrastprogramm. Nicht lokal und nicht mal rustikal, sondern eher international, war es aber trotzdem, wie an bisher jedem Abend, wirklich gut gemacht. Alleine die Bedienung war heute recht ausgelastet. Das Haus war voll, es dauerte schon mal ein paar Minuten, bis der nächste Gang serviert wurde. Aber alles wurde mit freundlichen Worten und netten, enschuldigenden Gesten relativiert. Wir waren an diesem Abend nicht auf der Flucht, von daher genossen wir die Viertelstunde verlängerter Essenszeit...
Der Absacker auf dem Zimmer sackte selber fast ab. Kein Wunder nach 25 Kilometern treppbergauf, treppbergab. Die Bettruhe stellte sich seehr kurzfristig nach dem letzten Glas ein. Guats Nächtle!
    Bei den Rißlochfällen
  Grosser Arber-See     Gipfelkreuz am Mittagsplatzl  

 

  

 

Wald um den kl. Arber-See    
06.09.2013 – "Das Schönste am Wandern ist die Pause"
28° und voll die Sonne
Wanderung Nr. 8 (10 km)
    Wald um den kleinen Arber-See
  Kleiner Arber-See: Natur pur  
Zum Ausklang unseres Urlaubes ließen wir es ruhig angehen. Die morgige Abreise sollte ohne Muskelkater oder ähnliche Zipperlein vonstatten gehen. Daher gestatteten wir unserem Wagen in diesem Urlaub den ersten Ausflug und ließen uns von ihm in die Nähe des Kleinen Arber-Sees kutschieren. Dort, vor Ort, sofort der Sport: raus aus dem Wagen und gemächliche 10 km gewandert (oder spaziert, wie man will). Der Kleine Arbersee hat den Ruf, der schönste See des Bayrischen Waldes zu sein. So ganz konnten wir das denn nun nicht verstehen. Der See ist schön, keine Frage, aber auch sehr klein, sehr seicht, und sehr überlaufen. Wahrscheinlich wollten sich noch viele andere Leute von der unvergleichlichen Ruhe der Natur hier überzeugen...
Nachmittags war Chillen angesagt. Knapp 30° und keine Wolke am Himmel, das schrie geradezu nach der Liegewiese des hoteleigenen Wellness-Bereiches. Das eine oder andere Auge fiel an diesem Nachmittag denn auch zu, und vollkommen relaxt kamen wir zum Abend-Essen, wo die Küche sich wieder mal selber überbot. Das Vorspeisenbuffet war wirklich extrafein. Und der Rest des Menus war natürlich auch nicht zu verachten. Alleine dieser Abend wahr wahrscheinlich 1 kg Hüftgold wert...
  Kleiner Arber-See: idyllisch  
Abends: Vorspeise .. lecker         Lachs als Hauptspeise

 

  

 

  Waldfrosch  
07.09.2013 – "Weißwurstfrühstück zum Abschied"
25° und von Sonne bis Unwetter alles dabei
Heimfahrt mit der Bodenmaiser Bimmelbahn eigenem KFZ
  Eine Raupe  
Kleiner Arber-See    
An diesem Tage des Abschieds stärkten wir uns ein letztes Mahl am umfangreichen Frühstücksbuffet (die Nähe zum Weißwurstäquator war spätestens jetzt nicht mehr zu leugnen). Es hieß: genug Treibstoff für 650 km Autobahnfahrt durch teure Raststätten-Landschaft bunkern. Mit vollen Mägen checkten wir gegen 9 Uhr aus und machten uns auf die Heimfahrt.
Gerne besuchen wir Bodenmais mal wieder, da wir längst nicht alle Wanderwege durchforstet haben. Dann machen wir auch wieder Station im Adam Bräu. Hier kann man unsere Bewertung für dieses wirklich empfehlenswerte Hotel nachlesen.
    Großer Arber-See
  Eine Raupe  

Wegstreckenstatistik

  Hin 31.08.2013 Rück 07.09.2013
Strecke ca. 641 km ca. 644 km
Zeit 6 Stdn. 28 Min. 6 Stdn. 50 Min.
Anzahl Staus 0 1
Stau-Km 0 2 km
Ø Verbrauch 5,4 l / 100 km 5,6 l / 100 km
Ø Speed 105 km/h 107 km/h
  Bye-bye  

 

  

 













Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 07.12.2014