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Unser diesjähriges Sonnenziel hieß Kreta. Wir wollten für zwei Wochen den täglichen Wahnsinn hinter uns lassen und Sonne, Sand und Meer genießen. Unser Flieger hob mit einstündiger Verspätung in Düsseldorf ab - dank der griechischen Fluglotsen, denen zwar ein Streik am heutigen Tag gerichtlich verboten worden war, was die Herren aber nicht davon abhielt, den Bummelstreik auszupacken. Soviel zum Hinflug. Beim Rückflug folgt der Geschichte zweiter Teil ... aber dazu später.
Zur Straffung dieser Seite haben wir auf eine ausführliche Erklärung der einzelnen Fotos verzichtet. Vielmehr erscheint eine knappe Beschreibung, wenn man mit der Maus über die Bilder fährt. Das geschieht idealerweise mit dem Internet Explorer; im Firefox Browser zum Beispiel funktioniert dieses feature nicht!
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Unser All Inclusive Hotel für 14 Tage: Hotel Mitsis Laguna Beach Ressort & Spa in Anissaras in der Nähe von Chersonissos. Ein beeindruckender Palast mit vielen kleinen Mängeln, aber insgesamt relativ sauber und mit zufriedenstellender Küche. Die Umgebung des Hotels ist leider ziemlich trist. Es gibt keine wirklichen Einkaufsmöglichkeiten oder Orte zum Flanieren. Wem die relative Eintönigkeit jedoch nichts ausmacht, kann sich hier ausgesprochen wohlfühlen: die Hotelanlage selber ist großzügig und ansprechend angelegt.
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Was unternimmt man in einem Land, das man nicht kennt und das man (in bescheidenem Rahmen) entdecken möchte? Man leiht sich einen Wagen (mit einem wirklich unverwechselbaren Kennzeichen!) und fährt los.
Wir unternahmen einen Tagesausflug und nahmen alle Sehenswürdigkeiten der näheren Nordküste Kretas mit. Die Tour führte uns zunächst nach Spinalonga, einer ehemaligen Lepra-Kolonie. Ein morbides, fast bedrückendes Erlebnis. Die im Verfall begriffenen Häuser auf der kleinen Insel verströmten eine marode Atmosphäre, die sich einem sichtlich auf die Stimmung legte. Schautafeln und ein Museum veranschaulichten das Leben der Aussätzigen, die bis Anfang der 1950er Jahre hierher verbannt wurden.
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Etwa 15 km von Spinalonga entfernt liegt das beschauliche Städtchen Agios Nikolaos, dem wir einen längeren Abstecher widmeten. Die offizielle Verwaltungshauptstadt Ost-Kretas besticht durch einen Süßwasser-See, dem Limni Vulismeni, der durch einen (künstlichen) Kanal mit dem Hafen am Meer verbunden ist. Rings um den See erheben sich trutzige Felsen und verleihen diesem Ort einen märchenlandhaften Flair. Leider dachten sich das auch Dutzende von Restaurantbetrieben und eröffneten rund um den See Lokal an Lokal, so daß vom Flair nur die senkrechten Felsen und das prächtige Blau des Wassers übrig blieben.
Als shopping center ist Agios Nikolaos jedoch zu empfehlen. In einer großen Fußgängerzone über mehrere Straßenzüge bekommt man so ziemlich alles, wonach einem Begehr ist .. von preiswert bis teuer, von Kitsch bis Kunst, von Souvenir bis Sakko...
Die Rückfahrt dieses Tagesausfluges führte über die Lassithi-Hochebene. Hier, umgeben von den über 2.000 m hohen Gipfeln des Dikti-Gebirgsmassives, tauchten wir in eine andere Welt ein. Fernab vom Trubel des Tourismus konnten wir das ursprüngliche und ruhige Leben der Kreter erahnen.
Fruchtbar dank Grundwasser und Schneeschmelze, sahen wir auf der Hochebene weite GemüseFelder und Obstplantagen. Das Leben in den Dörfern selber scheint etwas langsamer abzulaufen als an der Küste. So unser Eindruck während unserer Durchfahrt. Hektik wurde durch Idylle verdrängt, Stress durch Beschaulichkeit. Wir hielten ein paar Male, um Fotos zu schießen. Leider ließ die knappe Zeit (es war schon später Nachmittag) einen längeren Aufenthalt nicht zu.
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Den Rückflug versüßte uns ein unangemeldeter Streik der griechischen Fluglotsen. Erst kurz vor dem Boarding erfuhren wir Fluggäste hiervon. Binnen einer Stunde füllte sich das ungemütliche Abfertigungsgebäude des kleinen Flughafens Hiraklion mit Hunderten von gestrandeten Urlaubern. Fast einen halben Tag hielt man uns fest - die inoffizielle Erklärung der Sicherheitsbeamten lautete "delay due to bad weather conditions". Har har. Eine offizielle Erklärung gab es gar nicht.
Mit mehrstündiger Verspätung startete unser Flieger gen Heimat, begleitet von der Durchsage des Piloten: "let's get home and escape from this chaos". Zum ersten Mal fühlte ich mich sicher in einer von diesen stählernen Zigarren, diesmal unser Garant für die "Flucht" aus diesem gastlichen Lande.
Ach so. Ob wir nochmal unseren Urlaub in Griechenland verbringen würden? Wer aufmerksam die Anordnung der Fotos auf dieser Seite studiert hat, der kennt unsere Antwort...