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Frühling auf der Insel des ewigen Sommers: Mallorca

 

Nachdem wir 2009 zur Mandelblüte zuletzt auf Mallorca waren, haben wir uns im April 2014 mal wieder für 10 Tage hier umgeschaut. Und sind gewandert. Und haben relaxt. Und genossen. Und geschlemmt. Und viel und reichlich Urlaub gemacht.
Viel und reichlich? Och nö, der Urlaub hätte schon ein paar Tage länger sein können. Aber so ist es nun mal: vor den Urlaub haben die Götter die Arbeit gesetzt. Dahinter übrigens auch. Tja. So ist das halt.

 

 

(1)
Santa Ponca
A – Magnet im Südwesten: Paguera und die nähere Umgebung

Im Sommer werden vor allem Familien angezogen, neben der Saison und im Winter eher Rentner und Wölfe. Paguera gefiel uns auf Anhieb. Auf jeden Einwohner kommen hier ungefähr 17 heladerias. Ein Boulevard zieht sich durch die ganze Stadt und bietet massig Möglichkeiten zum Bummeln und Shoppen. Die Strandpromenade ist nicht mit hohen Hotels verbaut. Das höchste Gebäude am Strand bietet architektonisch eine Überraschung – es sieht aus wie abgeschnitten (3). Die Promenade verführt zum Flanieren. Restaurants und Eisdielen laden mit einem herrlichen Blick aufs Meer zum Verweilen ein (4 und 9). Der Blick auf Paguera (von außerhalb) ist nicht ohne und zeigt überraschend schöne Ansichten (6 und 7).
Die Ferienanlage Cala Fornells ist wie ein eigenständiger Stadtteil an Paguera angegliedert und absolut sehenswert (5). Die einmalige Architektur verschmilzt mit dem Panorama des Mittelmeeres zu einem ästhetischen Gesamtkunstwerk.
Die Nachbarorte Santa Ponca und Camp de Mar sind bei weitem nicht so interessant und malerisch wie Paguera. Camp de Mar (8) scheint vor allem aus einem Golf-Hotel zu bestehen. Ein anderes Hotel vereinnahmt einen großen Teil des Strandes. Santa Ponca (1 und 2) erscheint uns ziemlich „verbaut“- das Städtchen zieht sich um die ganze Bucht und die Hügel der Bucht hoch, und man muß viel umhergehen, um den Strand zu erreichen (und überhaupt erst mal zu finden).
(9)
Blaue Stunde in Paguera
(2)
Strandpromenade von Santa Ponca
(8)
Camp de Mar
(3)
Abgeschnittenes Haus an Paguera's Promenade
(4)
Der Strand von Paguera
(5)
Cala Fornells (in Paguera)
(6)
Blick auf Paguera
(7)
Ausblick von Cala Fornells

 

 

(1)
Palmira Beach
B – Heim auf Zeit: Palmira Beach

Wir ersparen uns hier eine Beurteilung des Hotels. Dazu ist z.B. Holiday Check viel eher geeignet. Also folgt nur eine kurze Aufzählung dessen, was uns hier so auffiel. Okay. Für uns haben wir mit dem Palmira Beach ein Hotel mit viel Licht (und auch etwas Schatten) vorgefunden. Die Außenansicht ist sehr schön (1 und 5). Unser Zimmer (2) war sehr sauber und hatte sogar einen eingebauten Getränke-Kühler (4). Dafür fehlte leider die Mini-Bar, für ein 4-Sterne-Hotel ein No-Go. Der Spa- / Wellness- / Hallenbad- Bereich ist zwar schön anzusehen (3), aber eher zu klein für ein Hotel dieser Größe. Außerdem ist der Saunabereich von außen einzusehen. Jeder, der vorbeigeht, kommt in den Genuss des Anblicks der Saunagäste. Die Speisen in Buffetform sind gut, aber oft zu kalt, und wiederholen sich nach einer (!) Woche. Der Buffet-Bereich ist eindeutig zu klein dimensioniert; zu jedem Mahl bilden sich lange Schlangen. Die Anlage selber ist fast idyllisch in die Landschaft eingebettet - eindeutig der größte Aktiv-Posten des Hotels. Wir haben uns trotz der „Schatten“ hier richtig wohl gefühlt und würden auch wiederkommen, wenn wir nicht beim nächsten Insel-Besuch in einigen Jahren schon einen anderen Ort ausgesucht hätten.
(5)
Palmira Beach
   
(2)
Zimmer 527
  (3)
Hallenbad des Hotels
  (4)
Sogar mit Getränkekühler

 

 

(1)
Passeig Mallorca
C – Die Chefin von Mallorca: Palma

Was wurde nicht schon alles über Palma, der Hauptstadt von Mallorca, geschrieben. Also ersparen wir uns eine weitere Beschreibung, sondern wollen an dieser Stelle nur unsere persönlichen Eindrücke wiedergeben.
Trotz der ungezählten Touristen, die hier jeden Tag anzutreffen sind, gibt Palma vielerorts eine entspannte Vorstellung ab. Das mediterrane Ambiente scheint so tief verwurzelt zu sein, daß die Besucherscharen einfach abperlen. Auch wenn die Altstadtgassen und die Tapas-Bars niemals leer sind, die vielen kleinen und größeren Geschäfte ständig um Kundschaft buhlen, so bleibt doch der Eindruck einer Stadt auf Urlaub. Palma ist einfach lockerer (4). Die Ramblas sind selbst am Mittag nicht überfüllt (2). Plaza Major (5) füllt sich zwar schon vormittags, aber Clowns, Zauberer und andere Gaukler verleihen dem Platz eine irgendwie geheimnisvolle Ausstrahlung. Plaza Santa Eulalia (6) ist typisch für die vielen Plazas in der Altstadt, auf die Gassen aus allen Richtungen münden. Die Passeig Mallorca (1) durchschneidet Palma beinahe komplett von Nord nach Süd und lockert die starke und hohe Bebauung der Inselhauptstadt auf. Wahrscheinlich sind hier die Mieten recht hoch.
Eine Fahrt mit der Pferdekutsche (6) ist mit Vorsicht zu genießen. Trotz Preisliste finden die Fahrer immer eine Möglichkeit, gut gelaunte Touristen über den Leisten zu ziehen. Zum Beispiel reden die Fahrer sich mit der Behauptung heraus, die Preisliste „gelte pro Person“. Oder sie nehmen es mit der vereinbarten Dauer der Kutschfahrt nicht so genau. Auch wir blieben nicht verschont. Aber der Blick auf die Stadt aus der Kutsche heraus macht alles wieder wett.
(7)
Kathedrale von Palma
(2)
Ramblas von Palma
(6)
Überteuerte Kutschen
(3)
Plaza Santa Eulalia
  (4)
Gitarrenspieler in Palma
  (5)
Plaza Major

 

 

(1)
Torre Andritxol
D – Die Vernichtung der Kilos

Jeden Tag eine Wanderung abhalten und nachmittags die wohlverdiente Ruhe (und einen fetten Eisbecher) genießen. So lautete unser aktueller Mallorca-Marschbefehl. Sieht man mal vom letzten Tag ab, so haben wir diesen Plan auch verwirklicht. Das Hinter- und Umland von Paguera ist ideal, um sowohl gebirgige als auch „meeresgeprägte", aber auch städtische Ausflüge durchzuführen.
Unser erster Exkurs führte unter wolkenverhangenem und später überlaufendem Himmel nach Es Capdellà, einem kleinen Ort im Hinterland von Paguera bereits an den Ausläufern der Serra de Tramuntana (11). Der etwas leichtere Ausflug einen Tag später lenkte unsere Schritte nach Cala Fornells, einem wunderschönen Ortsteil von Paguera mit interessanten Ausblicken aufs Meer und mit kleinen, verträumten Buchten (2 bis 4). Ein erster Höhepunkt war die Wanderung zum Cap Andritxol und zum gleichnamigen Torre, „Turm“ (1). 15 km durch die erblühende Natur mit buckeligen Steigungen, aber auch furiosen Abstiegen verlangen dem Wanderer hier schon einiges ab (5 und 6). Auch der Original-Drehort eines Hercule-Poirot-Films, die Cala Monjo, liegt auf der Strecke (7).
Zwei Tage später der nächste Höhepunkt: die Strecke von Port d‘Andratx (das wir per Bus erreichten) bis Sant Elm beginnt easy und wächst sich später zu einer fast ausgewachsenen Bergwanderung aus (8 und 9). Viele hundert Höhenmeter rauf und runter hinter uns liegend, verzichteten wir bei der Rückkehr von Sant Elm nach Paguera auf den Bus und nahmen ein Taxi. Himmel sei dank. So schafften wir es gerade noch bis zu unserem Eisbecher, bevor er schmolz…
(11)
Wanderung nach Es Capdella
(2)
In Cala Fornells
(10)
Unterwegs nach Camp de Mar
(3)
Bucht von Cala Fornells
(9)
Von Port d'Andratx nach St. Elm
(4)
Bucht in Cala Fornells
(5)
Bucht von Camp de Mar
(6)
Bucht in Cala Fornells
(7)
Cala Monjo
(8)
Sa Dragonera vor St. Elm

 

 

(1)
Tapas in Palma
E - Was vom Tage übrigblieb

Paguera ist nicht nur ein Urlaubsdomizil für ältere Deutsche (6), sondern auch für jüngere Spanier. In den ersten zwei Tagen unseres Urlaubes war das Wetter seeeehr durchwachsen, so daß sogar teilweise die Straßen und Parkplätze überflutet waren (3). Die Einheimischen haben aus diesem stürmischen Regenwetter ihren Vorteil gezogen und den Kampf gegen die richtig großen Wellen aufgenommen (4).
Wir haben uns in diesem Urlaub sowohl die Tapas (1 und 2) als auch den nachmittäglichen Eisbecher (7) schmecken lassen. Tapas sind ein unbedingtes Muß für alle, die mal in Spanien sind. Es sind Appetit-Häppchen, also feine kleine Schweinereien mit Tausenden von Kalorien, aber ebenso lecker. Ohne Frage ist für jeden Geschmack etwas dabei, wenn man sich diese Speisen individuell zusammenstellt. Wer sich diese Arbeit ersparen will oder sich nicht entscheiden kann, der wähle einfach die tapas mixta. Man kommt ganz bestimmt auf seine Kosten.
Wir haben zwei Mal den öffentlichen Busverkehr genutzt. Beim ersten Mal sind wir eine Viertelstunde vor der fahrplanmäßigen Ankunft an der Haltestelle aufgekreuzt und mussten eine Stunde warten. Beim zweiten Mal sind wir einfach aufs Geradewohl dagewesen, und schon kam der Bus. Was sagt uns das? Dass man das Fahrplan-Roulette auf Malle nur verlieren kann, wenn man denn mitspielt. Genieß lieber den Tag, sei locker. Sei da, wenn Du da bist. Dann wird der Bus schon kommen.
Zum Abschluß sei noch erwähnt, daß wir diese Ureinwohner Mallorcas (5) ins Herz geschlossen haben. Wir begegneten den scheuen Rebhühnern auf vielen Wanderwegen. Manchmal erschreckten sie uns, wenn sie plötzlich aus dem Unterholz aufflatterten. Oft aber brachten sie uns zum Lachen, wenn sie vor uns wegrannten. Ich glaube, die spanischen Rebhühner sind zu faul zum Fliegen…
(7)
 Ein Eis von vielen
(2)
Tapas in Palma
(6)
Vor dem Golfhotel in Camp de Mar
(3)
Nach 2 Regentagen
  (4)
Stürmisches Meer vor Paguera
  (5)
Ein Ureinwohner Mallorcas

 

 













Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 04.05.2014

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