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Wir beide, das süße Hummelchen und der große böse Wolf, haben vor, den gesamten Rheinsteig Etappe für Etappe zu erwandern. Und davon gibt es 23 am Stück. Natürlich schafft man das nicht an einem Tag – Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erwandert.
Da wir auch bestimmt nicht an jedem Wochenende eine Etappe laufen werden, wird es einen großen Zeitraum (Jahre?) beanspruchen, bis wir unser Ziel erreichen. Na und?
Wir möchten über die einzelnen Etappen kleinere Erlebnisberichte schreiben und, wenn möglich, Tipps und Anregungen rund um die Wanderroute anbieten. Ein hehres Ziel. Mal schauen, wie weit wir kommen…
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| Tour | Rheinsteig Teil-Strecke | Wander-Status |
| 01 | Bonn - Dollendorf | |
| 02 | Dollendorf - Königswinter | |
| 03 | Königswinter - Bad Honnef | |
| 04 | Bad Honnef - Unkel | Pfingsten 2011 |
| 05 | Unkel - Leubsdorf | Ostern 2011 |
| 06 | Leubsdorf - Rheinbrohl | |
| 07 | Rheinbrohl - Leutesdorf | |
| 08 | Leutesdorf - Rengsdorf | |
| 09 | Rengsdorf - Sayn | |
| 10 | Sayn - Vallendar | |
| 11 | Vallendar - Ehrenbreitstein | |
| 12 | Ehrenbreitstein - Lahnstein | |
| 13 | Lahnstein - Braubach | |
| 14 | Braubach - Osterspai | |
| 15 | Osterspai - Kestert | |
| 16 | Kestert - St. Goarshausen | |
| 17 | St. Goarshausen - Kaub | |
| 18 | Kaub - Lorch | |
| 19 | Lorch - Rüdesheim | |
| 20 | Rüdesheim - Johannisberg | |
| 21 | Johannisberg - Kloster Eberbach | |
| 22 | Kloster Eberbach - Schlangenbad | |
| 23 | Schlangenbad - Wiesbaden |
ETAPPE 04: BAD HONNEF - UNKEL (Pfingsten 2011)
ETAPPE 05: UNKEL - LEUBSDORF (Ostern 2011)
| Einsteig in den Rheinsteig oberhalb von Unkel: schnurgerade und knatsche-ebene Allee als Appetizer | ![]() |
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Ostern 2011 erwanderten wir uns die erste Etappe des 320 km langen Rheinsteigs. Nachdem wir im Mai 2009 schon einmal ein paar Kilometer auf der Originalstrecke diese beliebten Wanderweges abgerissen haben - jedoch eher per Zufall -, heißt es ab sofort: Wandern auf der offiziellen Route, koste es, was es wolle. Selbst um den Preis qualmender Füße. Hier folgt der Bericht: Unsere erste Etappe ist in der offiziellen Zählweise der Rheinsteig-Macher die Nummer 05. Es geht von Unkel über Linz nach Leubsdorf. Dieses Teilstück ist etwa 14 km lang. Man bewältigt hierbei mehr als 520 Höhenmeter. Eins mal vorweg: die Zeitvorgabe der offiziellen Rheinsteig-Homepage liegt für diese Etappe bei 4:15 Stunden. Das werden aber nur die wenigsten schaffen. Wir können uns auch nicht vorstellen, dass hierbei irgendeine Zeit für Pausen eingerechnet ist. Wir haben trotz eines flotten Fußes, jedoch inklusive einer langen Mittagsrast auf der Erpeler Ley, etwa 5 Stunden für diese Strecke benötigt. Nach etwa 20 min auf einem gelb markierten Zuweg erreichen wir den Rheinsteig oberhalb von Unkel. Hier geht es zunächst flach weiter, fällt dann sogar ab, bis es wieder bergauf geht und wir nach einer guten halben Stunde den ersten Aussichtspunkt auf dem Stux erreichen. Der Stux, ein ca. 140 m über NN hohes Felsmassiv, ist zum Großteil nur mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Hier wachsen überwiegend niedrige Pflanzen, denen Trockenheit nichts ausmacht. Eine Ausnahme hiervon bildet der mitten auf den Stux platzierte Sendemast des Rundfunks, der hier alles überragt. Ziemlich genau eine Stunde später erreichen wir die Erpeler Ley, eine Anhöhe von fast 200 m über NN, von der aus man ziemlich senkrecht zum Flussbett des Rheins hinunterschauen kann. Eigentlich ein idealer Ort für eine Rast, ist er denn auch um die Mittagszeit ziemlich bevölkert. Der Ausblick auf das fast silbern glänzende Band des Flusses ist jedoch sensationell. Der Rheinsteig vollführt auf dem Plateau der Ley einen kompletten Kreis. Man muss ein Stück auf dem gleichen Weg zurücklaufen (vielleicht 500 m). Das lässt uns trotz der vielen Hinweisschilder fast den Weg aus den Augen verlieren. Hier sollte man also etwas aufpassen. Ein weiterer Hinweis am Rand: die gesamte Ley steht seit 70 Jahren unter Naturschutz. Nicht alle Wanderer verhalten sich jedoch dementsprechend… Eine gute halbe Stunde wandern wir nun teils ziemlich direkt entlang der Abbruchkante des Rheingrabens entlang, bevor wir die ersten Ausläufer von Linz erreichen. Diese Teilstrecke ist offenbar auch bei Bikern beliebt. Man kann nur zur Seite springen, sobald man die Radfahrer hört. Einige dieser „Sportler“ rasen in halsbrecherischem Tempo vorbei. Der Rheinsteig führt direkt durch Linz hindurch. Wir bewegen uns auf öffentlichen Plätzen und Straßen fort. Zum Glück sind an jeder Straßenkreuzung die blauen Hinweisschilder zu sehen, so dass selbst im Gewusel des Ortes kaum die Gefahr besteht, sich zu verlaufen (die meisten Markierungen befinden sich an den Pfosten der Straßenbeschilderung). Selbst wenn der reine Weg durch Linz wahrscheinlich weniger als 20 min beträgt, so sollte man doch hier viel mehr Zeit einplanen, denn es gibt allzu viele Ablenkungen in Form von netten Geschäften, gemütlichen Restaurants und einladenden Eisdielen. Wir brechen hier die Etappe 05 ab und verbringen den Nachmittag lieber in Linz. Den Rest der Etappe (von Linz nach Leubsdorf) verschieben wir auf den nächsten Tag. Schließlich haben wir eine Übernachtung im sehr empfehlenswerten 4-Sterne Hotel „Rheinhotel Schulz“ in Unkel eingeplant. Die reine Wanderzeit von Unkel nach Linz – abzüglich der Pausen – betrug bis hierhin 3 ¾ Stunden. Für den Rest der Etappe tags drauf kommt noch einmal eine Stunde obendrauf. Macht insgesamt 4 ¾ Stunden. Wohlgemerkt, ohne Pausen und ohne Wohlfühlfaktor. Die von offizieller Seite veranschlagte Zeit von 4:15 Stunden kann man vielleicht schaffen, dann aber nur im Schweinsgalopp und ohne die Rastpausen, die eine Wanderung erst lohnenswert machen. |
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| Der erste Aussichtsblick auf Unkel eine halbe Stunde nach Start: Versprechen auf MEHR | ![]() |
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| Auf der anderen Rheinseite: Schloss Marienfels – wird von Thomas Gottschalk bewohnt, wenn er nicht gerade in Kalifornien weilt | ![]() |
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| Die „Levadas“ vom Rhein – ab und zu begleiten kleinere Bachläufe die Wegstrecke | ![]() |
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| Blick vom Schieferfelsmassiv "Stux" auf Unkel | ![]() |
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| Radiosendemast des SWR mitten auf dem Stux | ![]() |
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| Mit dem Zoom von der anderen Rheinseite herangeholt: die Apollinariskirche in Remagen | ![]() |
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| Auch ein Gesicht des Rheinsteiges: Überqueren einer Pferdekoppel, die offizieller (!) Bestandteil der Wanderroute ist | ![]() |
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| Blick von der Erpeler Ley rheinaufwärts. Noch zu sehen (links im Bild): der Ort Ockenfels. Nur zu erahnen (im Dunst): Linz | ![]() |
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| Rast auf der Erpeler Ley. Zur Mittagszeit ist hier gerne allerlei Trubel; und man findet kaum noch eine freie Bank zum Verweilen | ![]() |
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| Noch eine halbe Wanderstunde bis Linz: diese netten Mädels genießen mit uns den Blick rheinaufwärts | ![]() |
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| Kurz vor Linz: Blick rheinabwärts. Im Hintergrund nur zu erahnen: Pfeiler der weltberühmten Brücke von Remagen | ![]() |
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| In Linz: Klapperjunge vor dem Neutor. Er wartet auf die Karwoche, da zieht er mit vielen anderen klappernd durch die Gassen. Warum? Über Ostern sind alle Glocken in Rom. Da muss man halt klappern | ![]() |
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Alte Fachwerkhäuser, teilweise aus dem 17. JH, in der Altstadt von Linz, die auch offizieller Teil der Rheinsteig-Route ist | |||
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Oberhalb von Linz: herrlicher Ausblick Richtung Remagen (= rheinaufwärts) auf blühende Rapsfelder und die Überreste der Remagener Brücke | |||
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Ein weiteres Gesicht des Rheinsteiges: durch lichten Wald entlang trockener Bach-Betten. Während der Schneeschmelze sicherlich wasserführend | |||
| Blühende Wiesen entlang der Wanderstrecke. Dieser Weg ist im Frühjahr sicherlich nicht für Allergiker geeignet | ![]() |
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Auch Teil des Rheinsteiges zwischen Leubsdorf und Bad Hönningen: fast alpine Verhältnisse setzen eine gewisse Trittsicherheit voraus | |||
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Am Ende der Strecke: die Belohnung fällt üppig aus | |||
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Nach Abschluß der Wanderung: Rückfahrt mit top-modernen Beförderungsmittel der Deutschen Bahn |
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