Greetsiel im schönen Ostfriesland / Zeitiges Frühjahr 2017

 

   
Der ORT
   
   
Greetsiel ist ein typisch ostfriesländisches Dörfchen mit einem alten Dorfzentrum, in dem der kleine Hafen, viele alte Häuser, die zwei denkmalgeschützten Windmühlen und so allerlei Restaurants und Andenkenläden untergebracht sind. Moment mal. Typisch ostfriesisch? Nö, eher nicht. Ein ziemlich großer Ortsteil besteht vor allem aus meist eingeschossigen Ferienhäusern. Hier gibt es keine Infrastruktur und so gut wie keine Einheimischen. Zwar ist erkennbar, dass die Stadtoberhäupter hier keine Bausünden zulassen, trotzdem hat dieser Ortsteil den Flair eines puren Feriendorfes; gewachsene Strukturen sieht man kaum.
Auch die vielen Restaurants – Seite an Seite – im Ortszentrum stehen nicht gerade für die Typik eines malerischen Küstendorfes. Man sollte Greetsiel daher eher in die Kategorie Touri Hot Spot einordnen. Die Masse an Touristen, die hier über Karneval ihren Urlaub verbracht haben, rechtfertigen diese Klassifizierung. Einen Tag nach Karneval fiel Greetsiel denn auch wieder in den Winterschlaf, der bis Ostern dauert, wie man uns versicherte. Dann bricht hier endgültig die Saison an.
Trotz dieser leisen Kritik hat uns der Ort insgesamt gefallen, weil es viele malerische Flecken und jede Menge schöner Fotomotive gibt. Wenn denn das Fotowetter stimmt. Leider schwammen während unseres Aufenthaltes hier die Heringe meist auf Augenhöhe, so dass die Ausbeute an Fotos dieses Mal gering blieb.
Ach so, noch ein Punkt wäre zu erwähnen, weswegen wir in Greetsiel aller Voraussicht nach nur ein einziges Mal unseren Urlaub verbringen werden. Das Meer selber ist einfach zu weit weg. Wir haben die Spaziergänge am Strand entlang vermisst. Beim nächsten Urlaub an der Küste werden wir uns wieder einen Ort direkt an der Küste aussuchen.
   
       

 

  

 

   
Die UNTERKUNFT
   
   
Eine gemütlich eingerichtete Ferienwohnung mit Kamin ist immer etwas Nettes in der kalten Jahreszeit. Unsere hiesige Ferienwohnung "Möwe" bot uns all dies plus großem Schlafzimmer, komplett eingerichteter Küche und sonstiger Extras wie Waschmaschine oder Fahrräder inklusive, die wir gar nicht nutzten.
Abends besuchten wir gerne eins der vielen Restaurants, die – Seite an Seite – im oder nahe am Ortszentrum lokalisiert sind. Ohne Reservierung ist man hier in der Saison (und die Karnevalszeit ist Saison – ich sach nur: Karnevals-Flüchtlinge!!!) schlecht beraten und bekommt kaum einen guten Tisch. Dann besorgt man sich halt selber frischen Fisch und knuspriges Brot und einen leckeren Wein und schlemmt "zu Hause" in der Ferienwohnung. Haben wir auch zwei oder drei Mal getan. Der Fisch könnte nicht frischer sein und das Brot ist hervorragend. Ein Weinchen dazu, den Kamin angeschmissen – kommt wirklich gut!
Ansonsten kann man nicht viel über die Unterkunft sagen. Aber nicht viel bedeutet ja auch nicht unbedingt Schlechtes. Nein, wir waren hier zufrieden und haben uns - nicht zuletzt wegen der hümmlischen Ruhe im Haus - gut erholt...
   
           

 

  

 

   
Ausflüge und Wanderungen
   
   
Oha. Ausflüge und Wanderungen. Kann man überhaupt wandern, wenn die Regentropfen waagerecht von vorn ins Gesicht fallen? Ja, man kann - Spaß macht es aber zugegebenermaßen mehr, wenn die Sonne scheint. Aber mit der richtigen Kleidung waren wir hier sieben Tage lang im Regen unterwegs und haben uns glänzend amüsiert. Besonders gegen Abend, wenn wir wieder im Trockenen vor dem Kamin saßen und das Glas Wein in der Hand hielten. Hier eine Auswahl unserer Wanderungen:
Tatsächlich bietet diese Webseite eine Auswahl Wanderstrecken rund um Greetsiel. Der Nachteil bei allen diesen Routen? Man sieht das Meer entweder gar nicht oder erst nach vielen, vielen Schritten. Die Küstenlinie ist einfach zu weit weg. Aber vom Erholungswert ist die eine oder andere Wanderung hier durchaus zu empfehlen. Von kurzen, 5-6 km langen Routen bis hin zur ausgefüllten Halb-Tageswanderung von 20 km Länge ist hier alles vertreten. Höhenmeter sucht man auf allen Pfaden vergebens. Nö, nich hier. Und das war uns auch sehr recht bei dem Dauerregen. Eine genaue Beschreibung einzelner Wanderungen ersparen wir uns hier ebenfalls. Alles verlief mehr oder weniger rings um Greetsiel oder führte hierher zurück.
Einen Ausflug nach Emden wollen wir an dieser Stelle nicht verschweigen. Alleine, das Wetter verhinderte mal wieder die sonst von uns gewohnten perfekten Motiv-Fotos. Har har, kleiner Scherz am Rande. Ebenfalls sah das Städtchen Emden unter grauem Himmel recht trostlos aus. Und, ebenfalls, war das Otto-Huus noch im Winterschlaf versunken, so dass wir nach etwa zwei Stunden Sightseeing (oder sagt man Sight-walking?) durchs Hafenviertel wieder von hier wegfuhren und nie, nie, nich wiederkommen wollen.

Laß ma. So schlimm, wie es hier klingt, war alles nicht. Immerhin haben wir uns – trotz des Wissens um der Wetterlage vor Urlaubsantritt - echte Erholung versprochen und hier auch gefunden. Und darauf kommt’s doch an, oder? Oder? Na? Na?
   
       

 

  

 

 











Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am: 01.04.2017

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